Der Behringer Pro 800 ist so ein Kandidat, bei dem man zuerst denkt:
Ja gut… schauen wir mal.
Und dann sitzt man plötzlich eine Stunde später immer noch davor und denkt:
Verdammt, der kann was.
Optisch kein Schönling, eher Kategorie Werkzeug als Designobjekt. Die Verarbeitung ist aber absolut solide. Nichts klappert, nichts wirkt billig im Sinne von „fällt gleich auseinander“. Die Folientaster sind speziell. Nicht katastrophal, aber definitiv gewöhnungsbedürftig. Wer auf knackige Buttons steht, wird kurz die Stirn runzeln. Danach geht es aber erstaunlich gut.
Bedienung
Und jetzt zum wichtigen Teil: die Bedienung. Die ist erfreulich direkt. Vieles ist sofort zugänglich, man kommt schnell ins Schrauben, und genau das macht Spass. Kein nerviges Menügeklicke im Alltag.
Wenn man tiefer rein will, kommt die SynthTribe Software ins Spiel. Und die macht ihren Job wirklich gut. Presets verwalten, Sounds organisieren, tiefere Einstellungen erreichen – alles sauber gelöst.
Klang
Klanglich wird es spannend. Der Pro 800 ist erstaunlich nah dran am Sequential Sound. Natürlich kein eins zu eins Klon, aber er hat diesen warmen, leicht seidigen Charakter, der sofort musikalisch wirkt.
Pads, Stabs, Chords – alles da, alles brauchbar, oft sogar richtig gut. Und vor allem: stimmstabil. Kein nerviges Nachjustieren, kein Chaos beim Einschalten.
Preis-Leistung
Und jetzt der eigentliche Hammer: der Preis. Für das, was du hier bekommst, ist das Ding fast schon frech günstig. Ganz ehrlich: das ist ein Best Buy.
Fazit
Der Pro 800 ist kein Prestige Gerät und kein Boutique Schmuckstück. Er ist ein sehr brauchbarer, gut klingender Arbeitssynth mit viel Charakter für wenig Geld.
Pro
- Sehr guter Klang, nah am Sequential Charakter
- Stimmstabil und zuverlässig
- Hands-on Bedienung im Alltag
- Gute Software-Anbindung mit SynthTribe
- Sehr starkes Preis-Leistungs-Verhältnis
Contra
- Folientaster brauchen Eingewöhnung
- Optik eher zweckmässig als sexy
- Tiefere Einstellungen über Software komfortabler